Geschichte des Bonner Stadtteils Graurheindorf

Geschichte

Die erste Erwähnung von Rindorp geht auf das Jahr 1131 zurück, als erstmals Kirche und Burg (damals noch als Herrenhof) urkundlich genannt werden.

Um 1230 wurde hier ein Kloster der Zisterzienserinnen gegründet.

1689 wurde die Graurheindorfer Burg zerstört und 1755 in ihrer heutigen Form als Herrenhaus wiedererrichtet. Als Baumeister wird Michael Leveilly vermutet, der auch das Bonner Rathaus erschaffen hat.

Die Estermannstraße folgt dem Verlauf der römischen Heerstraße, die Bebauung entlang dieser Straße ist eines der seltenen erhaltenen Beispiele eines fränkischen Straßendorfes. Die Pfarrkirche St. Margareta wurde an der Stelle eines römischen Landhauses errichtet.

In Höhe der Einmündung des Rheindorfer Baches wurde der Bonner Stadtzoll erhoben.

1809 wurde das gesamte Rheindorf unter französischer Herrschaft in die Stadt Bonn eingemeindet. Es erhielt den Ortsbeinamen „Grau“ in Anlehnung an die graue Ordenstracht der Zisterzienserinnen, zur Unterscheidung von dem nahegelegenen rechtsrheinischen Schwarzrheindorf.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm das gesellschaftliche Leben in Grau-Rheindorf Gestalt an: 1848 wurde die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft gegründet, 1872 der Männergesangsverein.

Zur Jahrhundertwende 1900 bildete sich die Freiwillige Feuerwehr. In den 1920er Jahren wurde der Bonner Rheinhafen in Graurheindorf errichtet, aus dieser Zeit stammt auch die heute als Bürogebäude genutzte Auermühle.

Graurheindorf zählt heute etwa 3.000 Einwohner.

Obwohl 200 Jahre in die Stadt Bonn eingemeindet, ist das einfache, beinahe ländliche Straßenbild erhalten geblieben.

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